Ausstellung „Ehrenamt inklusive“

Eröffnung im Elisabethkrankenhaus

14. Juli 2014

Mit vierzehn persönlichen Porträts im Großformat zeigt die Ausstellung „Ehrenamt inklusive“ engagierte Menschen aus Halle in einer Ausstellung, die seit Montag, 14. Juli, im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara zu sehen ist. „Ich freue mich, dass die Ausstellung nach verschiedenen Stationen wie im Ratshof und zahlreichen Veranstaltungen außerhalb von Halle nun im Elisabethkrankenhaus gezeigt wird“ sagt Sulamith Fenkl-Ebert, Projektleiterin der Freiwilligen-Agentur Halle. „Wir zeigen junge und ältere Ehrenamtliche, die in den unterschiedlichsten Bereichen aktiv sind. Freiwillige mit und ohne Behinderung stellen sich vor und zeigen, dass sie nicht nur Hilfe empfangen, sondern selbst gern geben“ ergänzt Fenkl-Ebert.

An der Ausstellung haben sich neben dem halleschen Fotografen Marcus-Andreas Mohr viele Vereine und Privatpersonen wie der Labyrinth e.V., der Allgemeine Behindertenverband der Paritätische und andere beteiligt, teilt die Freiwilligen-Agentur mit. So wolle man zeigen, welche vielfältigen Angebote es für Engagierte in Halle gibt und dass ehrenamtliches Engagement nicht nur anderen hilft, sondern auch den Freiwilligen Freude macht. Mit dabei sind beispielsweise der Behindertenfanbeauftragte des HFC Werner Grabaum ebenso wie der 13-jährige Muza Yilmaz, der im Kinder- und Jugendrat sowie in einem Hort ehrenamtlich aktiv ist. Es werden Freiwillige wie die Kulturpatin der Bürgerstiftung Monika Lauder oder die Anleiterin der Rollstuhltanzgruppe des Vereins Taktgefuehl Annett Melzer vorgestellt.

Auch im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara sind zahlreiche Ehrenamtliche aktiv und besuchen beispielsweise Patienten.  Anne Beck, Krankenhausseelsorgerin, erläutert: „Es ist schön, unsere Ehrenamtlichen zu begleiten und zu sehen, wie sie an ihren Aufgaben wachsen und Freude am Zeitspenden haben. Die ehrenamtliche Aufgabe gibt auch ihnen Sinn.“

Die Ausstellung „Ehrenamt inklusive – schon viel erreicht, noch viel mehr vor“ ist bis zum 12. September im Foyer des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara, Mauerstr. 5 zu sehen und wird anschließend im Tanzverein „Taktgefuehl“ in der Magdeburger Str. 27 ausgestellt.

 

Weitere Informationen

Die Ausstellung ist im Rahmen des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung 2014 entstanden und wurde von der AKTION MENSCH gefördert. Sie zeigt unter anderem Menschen mit Handicap nicht als Hilfeempfänger, sondern als Engagierte und illustriert damit einen Teil einer inklusiven Gesellschaft.

So sagt Annett Melzer, die die Rollstuhltanzgruppe im Tanzverein “Taktgefuehl e.V.” ins Leben gerufen hat: “Ohne mein Ehrenamt würde mir viel Freude und Lebensqualität im Alltag fehlen. Ich habe hier viele herzliche und lebensfrohe Menschen kennen gelernt, mit denen ich gleiche Interessen teile und viel Spaß habe”.

Die Freiwilligen-Agentur möchte mit ihrem Projekt Ehrenamt barrierefrei noch mehr Menschen – mit und ohne Handicap – für Engagement gewinnen und Barrieren abbauen.