BFD mit Flüchtlingsbezug

Besuch in Berlin und Filmdokumentation zeigen Erfolg in Sachsen-Anhalt

2. September 2017

2017-08-25_BFDmF_BerlinAm 25.08.2017 fand in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt in Berlin ein Fachpolitisches Gespräch zum Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug (BFDmF) statt. Gemeinsam mit Susi Möbbeck, Staastsekretärin des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Heiko Geue, Leiter der Abteilung Engagementpolitik im BMFSFJ, Willi Brase, Mitglied des Bundestages, MdB und Vorsitzender des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement, Vertreterinnen und Vertretern der Servicestelle für den BFDmF Sachsen-Anhalt, Einsatzstellenvertreter*innen und Bundesfreiwilligen im BFD mit Flüchtlingsbezug (BFDmF) wurden Erfahrungen  und  Wirkungen  des Sonderprogramms vorgestellt  und Perspektiven zur Weiterentwicklung des BFDmF diskutiert. Eine Filmdokumentation fasst die Veranstaltung zusammen.

Filmdokumentation des Fachpolitischen Gespräches zum BFDmF am 25.08.2017 in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt:

Die Servicestelle für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) mit Flüchtlingsbezug in Sachsen-Anhalt hat im August 2017 ein Perspektivpapier erarbeitet, dass sich aus den positiven Erfahrungen mit dem Sonderprogramm speist und Empfehlungen für eine Weiterführung des Sonderprogramms beinhaltet.

Perspektivpapier der Servicestelle zum BFDmF Aug 2017

Weitere Informationen

Einblicke in die politische und kulturelle Vielfalt Berlins
Ein Kurzbericht zur Bildungsreise in die Bundeshauptstadt vom 25.-26.08.2017

Am vergangenen Wochenende fand das standortübergreifende Qualifizierungsangebot der BFD-Servicestelle mit Flüchtlingsbezug in Sachsen-Anhalt statt. Im Rahmen einer Bildungsreise besuchten Bundesfreiwilligendienstleistende, Einsatzstellenvertreter*innen sowie Programmverantwortliche im Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug (BFDmF) an zwei Tagen verschiedene politische und kulturelle Stationen in der Bundeshauptstadt Berlin.

Zu Beginn des Besuches in der Hauptstadt stand ein fachpolitisches Gespräch in der sachsen-anhaltinischen Landesvertretung beim Bund auf dem Programm. Bei der Podiumsveranstaltung wurden mit dem Leiter der Abteilung Engagementpolitik im Bundesfamilienministerium, Dr. Heiko Geue, der Staatsekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration
des Landes Sachsen-Anhalt, Susi Möbbeck sowie dem Vorsitzender des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement und Mitglied des Bundestages, Willi Brase, bisherige Ergebnisse und Wirkungen des Bundesfreiwilligendiestes mit Flüchtlingsbezug diskutiert. Die Bundesfreiwilligendienstleistenden erhielten die Chance, Fragen an Programmverantwortliche zu stellen.

In Hinblick auf das mögliche Ende des BFD-Sonderprogramms in 2018 präsentierten Michael Marquardt und  Christine Sattler von der BFD-Servicestelle Sachsen-Anhalt Ergebnisse der anderthalbjährigen Arbeit der Servicestelle und verwiesen in ihrem Vortrag auf positive Elemente des BFD-Sonderprogramms zur Stärkung der lokalen Willkommenskultur. Eine mögliche Übertragung einzelner Aspekte des Sonderprogramms auf den Regel-BFD wurde anschließend mit Vertreter*innen von Politik und Verwaltung diskutiert. Eine Portraitausstellung von Bundesfreiwilligendienstleistenden über die unterschiedlichen Motivationen im Sonderprogramm bildete den visuellen Rahmen der Veranstaltung.

Nach dem Besuch in der Landesvertretung lernten die Teilnehmenden bei einem Stadtteilspaziergang durch den Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain an verschiedenen Beispielen, wie interkulturelle Vielfalt vor Ort gelebt werden kann. Angefangen beim „Heimatmuseum“ über kulturelle und soziale Stadtteilinstitutionen und dem Besuch einer Moschee, bis zum abschließenden gemeinsamen Abendessen in einer türkischen Stadtteilkantine.

Am Abend konnten die Teilnehmenden dann das kulturelle Nachtleben in Eigenregie erkunden, bevor am Samstagvormittag zum Abschluss der gemeinsamen Qualifizierungsreise das Reichstagsgebäude besichtigt wurde. Hier konnten die Bundesfreiwilligendienstleistenden einen guten Einblick in die vielfältige politische Geschichte des Gebäudes sowie die Arbeit des bundesdeutschen Parlaments bekommen.

„Insgesamt bildet diese zweitägige Bildungsreise das Jahreshighlight unseres Qualifizierungsangebotes für Freiwilligendienstleistende im BFD-Sonderprogramm. Uns war die Mischung aus fachlichen, politischen und kulturellen Aspekten besonders wichtig“ sagt Marcel Krumbholz (Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. / Leitungsteam BFD-Servicestelle), der die Berlinreise mitorganisierte.

Die Qualifizierungsreise vermittelte den Teilnehmenden einerseits einen Einblick in den Arbeitsalltag von Politik und Verwaltung, andererseits war sie auch Ausdruck der Wertschätzung für ein Jahr engagierter Freiwilligenarbeit.