Vielfalt lernen in der Ausbildung – Lernwoche

Unsere Lernwoche stellt das bewährte Konzept “Lernen in fremden Lebens- und Arbeitswelten” in einen neuen Kontext. Ziel ist es, Auszubildenden einen offenen und verantwortungsbewussten Umgang mit Vielfalt nahezubringen, sie für Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu sensibilisieren, sie in ihrem demokratischen Verhalten zu stärken und ihr soziales Engagement zu fördern. „Vielfalt lernen in der Ausbildung“ dient der inklusiven Personalentwicklung und damit der Entwicklung einer Kultur der Vielfalt am Arbeitsplatz. In Zeiten der Globalisierung und des Fachkräftemangels ein wichtiger Faktor.

Engagementspaziergang 2

Eine Woche – viele Wirkungen

  • Ein Perspektivwechsel für eine Woche kann wirkungsvolle Effekte auf die Einstellungen und das Verhalten der Teilnehmer*innen haben.
  • Förderung eines offenen und verantwortungsvollen Umgangs mit Vielfalt in Ausbildung und Unternehmen
  • Auseinandersetzung mit Rassismus, Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Sensibilisierung für menschenfeindliches Verhalten sowie für Benachteiligung und Diskriminierung durch persönliche Begegnungen
  • Stärkung der Selbstreflexivität in der Auseinandersetzung mit eigenen (stereotypen) Wahrnehmungen sowie eigenen ausgrenzenden Vorstellungen und Verhaltensweisen
  • Förderung sozialer Kompetenzentwicklung (z.B. Stärkung der Empathiefähigkeit)
  • Stärkung zivilgesellschaftlichen Engagements

Unsere Lernwoche hat Methode

Unsere Lernwoche gründet auf dem Prinzip des erfahrungsbasierten Lernens. Kognitive Fähigkeiten und eine wertorientierte Haltung können besonders gut durch Erfahrungslernen unter authentischen Bedingungen und Begegnungen gefördert werden. Hier setzt das Konzept „Lernen in fremden Lebens- und Arbeitswelten“ an.

Kern unseres Angebots bildet eine intensiv vor- und nachbereitete Lernwoche. Die Teilnehmer*innen verlassen für diesen Zeitraum ihren Ausbildungsplatz und wechseln in interkulturelle und soziale Einrichtungen, z.B. der Flüchtlings- und Migrationsarbeit, der Obdachlosenbetreuung oder in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Im geschützten Rahmen kommen sie in unmittelbaren Kontakt mit Menschen aus ihnen fremden Lebens- und Arbeitswelten. Anhand der intensiven Reflexion werden die Teilnehmer*innen bei Ihrem Erlernen begleitet und die erlernten Inhalte verstetigt.

So funktioniert es

  1. Vorbereitung: intensiv vorbereitender interkultureller Sensibilisierungs-Workshop
  2. Durchführung: Mitarbeit (in der Regel eine Woche) in sozialen Einrichtungen – z.B. Einrichtungen der Flüchtlings- und Integrationsarbeit, Obdachlosenbetreuung, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen…
  3. Auswertung: Nachbereitungsworkshop zur Reflexion der Erlebnisse, Auseinandersetzung mit verschiedenen Lebensentwürfen, kultureller Vielfalt, Fragen zu Menschenwürde und Menschenrechten, Thematisierung von Gründen für Ausgrenzung, Gewalt, Flucht und Vertreibung, Argumentationstraining gegen menschenfeindliche Aussagen
  4. Follow-Up“: nach ca. 6 Monaten – Das Erlernte wird verstetigt und langfristige Wirkungen des Angebots werden evaluiert.