Neu: Digitale Entdeckungstour „Halle inklusive“

Actionbound Tour lädt zum Perspektivwechsel ein

7. Mai 2021

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Heute fand der Start einer neuen Actionbound Tour rund um das Thema Inklusion und das Leben von Menschen mit Behinderungen in Halle (Saale) statt. Gemeinsam mit Engagierten mit Behinderung und Kooperationspartnern wie dem Stadtmuseum Halle, dem Klippel-Feil-Syndrom e.V. und dem Teilhabemanagement der Stadt Halle haben wir in den letzten Wochen fleißig geplant und getüftelt und konnten heute zu einer ersten Runde mit der Actionbound App durch die Stadt einladen.

Startpunkt der Tour ist auf dem Marktplatz, sie führt dann auf einer Route von etwa anderthalb Stunden weiter über das Händelhaus und die Kleine Ulrichstraße über den Universitäts- und Hansering sowie den Leipziger Turm bis zum Stadtmuseum.

„Mit dieser virtuellen ‚Schnitzeljagd‘ wollen wir auf die Erfahrungen und die Belange von Menschen mit Behinderungen aufmerksam machen.“ sagte Sulamith Fenkl-Ebert, die die Tour gemeinsam mit vielen Partnern geplant hat. Anlass ist der Europäische Protesttag für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, der jährlich Anfang Mai begangen wird. Der Schwerpunkt der Tour liegt dabei auf Barrieren, denen Menschen mit Behinderungen tagtäglich begegnen und die ihre Teilhabe an vielen Dingen einschränken.

„Wir wollen Interessierte mit und ohne Behinderungen zu einer Entdeckungsreise einladen, die auf vielfältige Art und Weise zu Orten, Themen und Wissenswertem rund um Inklusion und das Leben von Menschen mit Behinderungen in unserer Stadt führt.“

Nach dem heutigen Start der App wird diese dauerhaft zur Verfügung stehen und kann individuell kostenfrei genutzt werden. Die Tour „Halle inklusive“ ist über die Actionbound App abrufbar, die in den üblichen Playstores heruntergeladen werden kann.

Im Mai findet traditionell der Europäische Protesttag für die Rechte behinderter Menschen statt, der auch in Halle seit vielen Jahren von mehreren Organisationen begangen wird. Die Aktionen rund um den Protesttag werden von Aktion Mensch gefördert, so auch die neue Actionbound Tour.

Dankeschön für die Fotos: Marcus-Andreas Mohr

Weitere Informationen

Die Actionbound Tour funktioniert über eine App, die es den Teilnehmer*innen ermöglicht, an der Tour eigenständig – allein oder in einer Gruppe – teilzunehmen. An zehn Stationen und während der Wege zwischen den Stationen lernen die Teilnehmer*innen Neues kennen, können sich spielerisch dem Thema Inklusion nähern und können selbst vieles ausprobieren. Sie setzen sich in Form von Videos, Audiodateien, Textverlinkungen, Fotos u.v.m. mit den Rechten von Menschen mit Behinderungen, Barrierefreiheit, einfacher Sprache, Barrieren für blinde Menschen, Gebärdensprache, Rollstuhlgerechtigkeit oder Benachteiligung für Menschen mit Behinderungen im Alltag u.v.m. auseinander.

Die Actionbound Tour bietet (nicht nur während Corona) eine Fülle an Vorteilen: Durch die unkomplizierte Bedienbarkeit und spielerische Aufbereitung spricht sie viele Zielgruppen an, von jung bis alt, Menschen mit und ohne Behinderung. Sie ermöglicht eine spannende und praktische Auseinandersetzung mit dem Thema Inklusion und lässt dieses „hautnah“ erfahren, indem man es direkt vor der eigenen Haustür – in der Innenstadt von Halle – erleben kann. Gerade in diesem Jahr während der Pandemie ist diese Lösung geradezu perfekt, denn es können sowohl einzelne Interessierte teilnehmen oder kleine Gruppen mit entsprechendem Abstand.