Multiplikator*innenschulungen „Qualifiziert engagiert in der Integrationsarbeit“

Mittlerweile gestalten in Halle heterogene Teams vieler Einrichtungen erfolgreich ehrenamtliche Strukturen mit. Im Arbeitsalltag ist es herausfordernd, wenn fortwährend unterschiedliche Haltungen und individuelle Perspektiven aufeinandertreffen. Um Akteure zu stärken, bietet die Freiwilligen-Agentur Halle Saalkreis e.V. eine Fortbildungsreihe für Ehrenamtliche der Integrationsarbeit sowie Multiplikator*innen im Bereich des Konfliktmanagements und der Bekämpfung struktureller Diskriminierung im Alltag an.

Ziel dieser Fortbildungsreihe ist es, konstruktiv in Konflikten zu bleiben, Vorurteile bei sich zu erkennen und zu hinterfragen, Barrieren in der Kommunikation abzubauen und Teilhabe zu ermöglichen, um gemeinsam neue Ansätze im interkulturellen Freiwilligen-Management zu entwickeln. Die Tagesseminare bauen inhaltlich aufeinander auf. Die Teilnehmer*innen reflektieren die eigene Haltung in Konfliktsituationen und ihre persönliche Betroffenheit in Bezug auf Diskriminierung.

Mit Diskriminierung machen alle Menschen unterschiedliche Erfahrungen. Jeder Mensch ist in verschiedenen Kontexten Machtverhältnissen ausgesetzt, die zu struktureller Diskriminierung führen. Die Teilnehmenden der Multiplikator*innenschulung setzen sich zunächst mit den Grundlagen des Konfliktmanagements auseinander. Sie lernen anschließend strukturelle Diskriminierung zu erkennen und zu benennen. Abschließend reflektieren und erarbeiten sie gemeinsam Handlungsstrategien und lernen diese weiterzuvermitteln.

Zielgruppe: Die Schulungen richten sich an interessierte Menschen aus Halle und Umgebung, die sich aktuell ehrenamtlich in der Integrationsarbeit engagieren oder sich durch eine Schulung aktiv darauf vorbereiten wollen. Grundsätzlich sind die Schulungen offen für alle volljährigen Personen, eine Altersobergrenze existiert nicht. Insbesondere angesprochen sind Menschen, die eine Schlüsselrolle bei der Erreichung neuer Zielgruppen von Ehrenamtlichen einnehmen und ihr erworbenes Wissen an diese weitergeben. Die Schulungen sind offen für Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte und so konzipiert, dass Nicht-Deutschmuttersprachler*innen ihnen folgen können.