STUDIUM HOCH E – Integration durch Engagement

Das Projekt STUDIUM HOCH E ist ein Entwicklungs- und Transferprojekt (Laufzeit: 2019 – 2022) und baut auf den Erkenntnissen des vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geförderten Pilotprojektes „Students meet Society – Förderung der Integration von Studierenden mit Migrationshintergrund und von internationalen Studierenden durch die Verknüpfung von Engagement und Lernen am Hochschulstandort“ (Laufzeit: März 2016 bis Februar 2019) auf. Damals wurde das Pilotprojekt durch die Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V. und die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg durchgeführt.

STUDIUM HOCH E zielt auf die Weiterentwicklung und den Transfer der Erkenntnisse und Erfahrungen die im Pilotprojekt „Students meet Society“ zum Engagement internationaler Studierender sowie Studierender mit Migrationshintergrund gewonnen wurden.

Unter Bezugnahme auf die lokalen Besonderheiten der beteiligten Hochschulen und zivilgesellschaftlichen Akteure (Mittlerorganisationen) stehen mit Blick auf die gesellschaftliche Integration von Studierenden mit Migrationsgeschichte und internationalen Studierenden folgende Aspekte im Fokus:

  • Transfer der gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen an andere Hochschulstandorte,
  • Erschließung der standortabhängigen Integrationspotenziale von Engagement in unterschiedlichen Hochschulen und deren jeweiligem zivilgesellschaftlichen Umfeld,
  • Verbesserung der gesellschaftlichen Integration von Studierenden mit Migrationsgeschichte und internationalen Studierenden durch Engagement an ausgewählten Hochschulstandorten,
  • Eröffnung erweiterter Mobilitäts- und Bleibeperspektiven,
  • Erschließung niedrigschwelliger Zugänge, dauerhafte Gelegenheiten und förderliche Rahmenbedingungen für das Engagement der Zielgruppe,
  • Sichtbarmachung zivilgesellschaftlicher Erfahrungswelten und Lernfelder durch Engagement,
  • Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Zivilgesellschaft und verbesserte regionale Kooperation zwischen Hochschulen und Non-Profit-Organisationen,
  • Förderung der interkulturellen Öffnung von Hochschulen und Non-Profit-Organisationen.

Der Beitrag des Transfer- und Entwicklungsprojekts für die Praxis und Wissenschaft basiert auf den erlangten Erkenntnissen des wechselseitigen Transfers der gesammelten Erfahrungen aus dem Zusammenspiel der Hochschulen und der zivilgesellschaftlichen Perspektive. Daraus sollen auf andere Standorte übertragbare Schlussfolgerungen für eine interkulturelle Öffnung der Gesellschaft und Hochschulen sowie Integrationspotentiale der Zielgruppe gewonnen werden.

Hochschulstandorte des Projektes

Im Oktober 2019 erfolgte die Auswahl der drei am Projekt beteiligten Hochschulstandorte anhand ausgewählter Kriterien aus den zahlreich eingegangenen Interessensbekundungen aus dem ganzen Bundesgebiet durch eine Auswahlkommission. Ausschlaggebende Kriterien bei der Auswahl der Hochschulstandorte waren Typ und Größe der Hochschule, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Faktoren der Hochschulstandorte sowie bereits vorhandene Kooperationsbeziehungen zwischen Hochschule und Zivilgesellschaft.

 

Die ausgewählten Tandems der Hochschulen und lokal ansässigen Mittlerorganisationen für das Projekt sind:

  • die Philipps-Universität Marburg mit der Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf
  • die Universität Duisburg-Essen mit der Ehrenamt Agentur Essen
  • die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde mit der Bürgerstiftung Barnim-Uckermark

Die Zusammenarbeit mit den Partnern der Hochschulen und zivilgesellschaftlichen Mittlerorganisationen basiert auf der Idee, durch eine strategische und konzeptionelle Verbreitung des Projektes einen Impuls für weitere Entwicklungen in die Hochschullandschaft zu entsenden. Durch diese Kooperation soll der Weg für weitere Veränderungen im Bereich der Integration und Förderung von internationalen Studierenden und Studierenden mit Migrationshintergrund sowie der möglichen Bleibeperspektive durch ein freiwilliges Engagement in der Gesellschaft geebnet werden.

Kooperationspartner

Das Projekt des Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) wird durchgeführt in Kooperation mit der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V., dem Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung e.V. sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) e.V..

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.