Die „Neue Rechte“ in Sachsen-Anhalt. Mythos – Wirklichkeit – Gegenkultur

Wann: 29. September 2018
09.30 – 17.15 Uhr

Wo: Ständehaus Merseburg
Oberaltenburg 2
Merseburg

Inhalt der Veranstaltung

Die politischen Kräfteverhältnisse in der Bundesrepublik haben sich spätestens seit der Bundestagswahl im Herbst 2017 verändert.
Die politische Kultur hat sich nach rechts verschoben, das gesellschaftliche Klima polarisiert. Auch im Parlament wurden Stimmen stärker, die sich auf die nationale Abstammung als wichtigstes Kriterium für die Gewährung von Bürgerrechten beziehen.

Im Windschatten dieser Entwicklungen hat sich ein rechtes Netzwerk entwickelt, das über subkulturelle Angebote, eigene Medienformate und professionalisierte Kampagnenarbeit versucht, Schritt für Schritt in die gesellschaftliche Mitte einzudringen, um den Diskurs weiter zu radikalisieren.
Ideologischer Stichwortgeber dieses Netzwerkes der sogenannten Neuen Rechten ist das „Institut für Staatspolitik“ im sachsen-anhaltischen Schnellroda, das als Vernetzungs-, Schulungs- und Organisationsplattform der Neuen Rechten fungiert.
Die öffentliche Wahrnehmung des Netzwerkes schwankt zwischen einem entpolitisierten Blick auf das Privatleben seiner Akteure und der Skandalisierung einzelner Ereignisse. Der Neuen Rechten gelingt es dabei weitgehend, sich als unkonventionell, demokratisch und gewaltfrei zu inszenieren. Dagegen kommen analytisch-nüchterne Stimmen in den Debatten über die neurechten Netzwerke nur selten zu Wort.

Die Tagung „Die Neue Rechte in Sachsen-Anhalt – Mythos, Realität, Gegenkultur“ will einen realistischen Blick auf Strukturen und Strategien der Neuen Rechten werfen und dabei die Fragen stellen, was die „Neue Rechte“ will und was die „Neue Rechte“ (nicht) kann. Die Tagung bietet Raum für die Vernetzung zivilgesellschaftlicher Akteure und die Diskussion über die strategischen Möglichkeiten einer demokratischen Zivilgesellschaft.

P R O G R A M M

9.30 Uhr Ankommen

9.45 Uhr Tagungseröffnung

9.55 Uhr Grußwort: „Was bedeutet Demokratie?“ (Anke Lohmann (Vorstandsvorsitzende Miteinander e.V.)

10.10 Uhr Keynote: Was heißt Faschismus heute? (Volkmar Wölk, Publizist)

10.30 Uhr Vortrag: Was will die Neue Rechte? (Judith Goetz, Literatur- und Politikwissenschaftlerin)

11.00 Uhr Kaffeepause

11.15 Uhr Vortrag: Was kann die Neue Rechte (nicht)? (Torsten Hahnel, Arbeitsstelle Rechtsextremismus, MIteinander e.V.)

11.45 Uhr Diskussion zu den Impulsen

12.30 Uhr Mittagspause

13.30 Uhr Workshops

a.) Protestieren oder ignorieren?

Kollektiv IfS dichtmachen
Anwohner_inneninitiative Adam-Kuckhoff-Straße Halle
Kathrin Glösel, Politikwissenschaftlerin, Mitautorin „Die Identitären“

b.) Das „Dialog-Paradigma“ – Grenzen und Möglichkeiten des Gesprächs

David Begrich, Arbeitsstelle Rechtsextremismus, Magdeburg
Thomas Wagner, Kultursoziologe, Autor „Die Angstmacher“

c.) Der „Mythos Schnellroda“ – Journalismus und die „Neue Rechte“

Alexander Schierholz, Mitteldeutsche Zeitung
Michael Kraske, freier Journalist und Autor
Tanja Ries, Journalistin, mdr (angefragt)

15.00 Uhr Kaffeepause

15.30 Podium: Strategische Optionen der Neuen Rechten – Strategische Optionen einer demokratischen Zivilgesellschaft

Thomas Wagner, Judith Goetz, Kathrin Glösel, Volkmar Wölk

17.00 Uhr Abschlussworte und  Kommentar (Anke Lohmann)

17.15 Ende

Tagungsmoderation:
Nicole Marcus, Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V.

Veranstaltende:
Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V., Miteinander e.V., Netzwerk Weltoffener Saalekreis

Teilnehmer*innenbeitrag:

Zur Deckung der Kosten sind wir auf einen Teilnehmer*innenbeitrag von 15 Euro angewiesen, den wir vor Ort kassieren werden. Bitte bringen Sie den Betrag passend mit. Sollte der Beitrag eine zu große Hürde für die Teilnahme an der Fachtagung sein, vermerken Sie dies bitte bei der Anmeldung im Feld „Nachricht“, wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung und finden sicherlich auch eine andere Lösung.

Hinweis zur Anmeldung

Anmeldeschluss ist der 14. September 2018.
Ihre Anmeldung gilt erst dann als verbindlich, wenn Sie eine endgültige Teilnahmebestätigung erhalten haben.

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Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen

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