Multiplikator*innenschulung: Transkulturalität – eine kreative und spielerische Annäherung

Wann: 13. November 2019
09.00 – 15.00 Uhr

Wo: SeminarLaden der Freiwilligen-Agentur
Waisenhausring 1b
Halle (Saale)

Inhalt der Veranstaltung

Ist Kultur eine Kategorie, die zu struktureller Diskriminierung führt? Und mit welcher kulturellen Identität möchte ich täglich in die Welt gehen? Thema dieses Seminars ist die persönliche und kreative Auseinandersetzung mit der eigenen kulturellen Identität. Was ist Kultur eigentlich? Wir fragen uns, wie vermeintlich entscheidende Merkmale für kulturelle Unterschiede funktionieren. Wie funktioniert Sprache, worauf begründet sich eine „Nation“? Mit Blick auf politische Debatten und soziale Realitäten um uns: Inwiefern führen kulturelle Identität und Machtstrukturen zu Diskriminierung und Rassismus? Wir setzen uns mit dem theoretischen Konzept Transkulturalität spielerisch und kreativ auseinander, insbesondere in Abgrenzung zu anderen theoretischen Ansätzen wie bspw. zu „Interkulturalität“ oder „Multikulturalität“.

Im Fokus des Seminars steht eine persönliche und kreative Auseinandersetzung mit der eigenen kulturellen Identität sowie die Vermittlung des Transkulturalitätsansatzes, als eines der möglichen Modelle „Kultur“ zu denken. Zunächst erfolgt ein theoretischer Input zum Kulturbegriff mit Hilfe der Vorstellung unterschiedlicher Ansätze aus der Kulturtheorie (Eisberg- oder Seerosenmodell). Ziel ist es auch, gemeinsam mit den Teilnehmenden den Transkulturalitätsansatz zu erarbeiten. Durch spielerische Methoden erfolgt eine Reflexion zur persönlichen Identität und sozialer Prägung (Methoden aus der Anti-Bias Werkstatt). Inwiefern die eigene Wahrnehmung und Erwartungshaltung kulturell geprägt sind, wird durch kreative Methoden hinterfragt. Hierbei besteht die Haltung, dass Kultur sowie auch Kommunikation Aushandlungsprozesse sind. Die Teilnehmenden sollen dafür sensibilisiert werden, dass jeder seine individuelle Codierung/Deutungsmuster/ Interpretation im Kopf trägt und verstehen, wie dadurch Stereotype und Vorurteile funktionieren.

Referentin: Sarah Kairies, Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V.

Zielgruppe: Die Schulungen richten sich an interessierte Menschen aus Halle und Umgebung, die sich aktuell ehrenamtlich in der Integrationsarbeit engagieren oder sich durch eine Schulung aktiv darauf vorbereiten wollen. Grundsätzlich sind die Schulungen offen für alle volljährigen Personen, eine Altersobergrenze existiert nicht. Insbesondere angesprochen sind Menschen, die eine Schlüsselrolle bei der Erreichung neuer Zielgruppen von Ehrenamtlichen einnehmen und ihr erworbenes Wissen an diese weitergeben. Die Schulungen sind offen für Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte und so konzipiert, dass Nicht-Deutschmuttersprachler*innen ihnen folgen können.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Qualifiziert engagiert in der Integrationsarbeit“ statt, welches über das Bundesministerium des Inneren gefördert wird.

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

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